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Joint Meeting der Arbeitskreise Signaltransduktion und Zytokine während der Frühjahrstagung in StuttgartDie während der Jahrestagung in Freiburg angedachte Idee, mit einem gemeinsamen Workshop der Arbeitskreise Signaltransduktion und Zytokine, die Frühjahrstagung möglicherweise etwas zu beleben, wurde bereits in diesem Jahr in Stuttgart erfolgreich durchgeführt. Von Seiten der Veranstalter, Klaus Pfizenmaier und Peter Scheurich, denen wir an dieser Stelle noch einmal für die ausgezeichnete Organisation der Tagung danken, wurden den Arbeitskreisen Freiräume geschaffen, die für die Frühjahrstagung bisher eher untypisch waren. Basierend auf dem erstmals in Frankfurt 1998 erprobten und inzwischen von Vorstand und Beirat begrüßten Konzept der Einbindung der AK in die Organisation der Frühjahrstagung, wurden wie wir meinen eineinhalb Tage auf wissenschaftlich erstaunlich hohem Niveau zusammengestellt. Außerdem war unser Eindruck, daß die Diskussionen, für die im übrigen auch reichlich Zeit eingeplant waren, insgesamt lebhafter und intensiver waren als bei vorherigen Frühjahrstagungen. Am ersten Tag fanden die eigentlichen Workshops zu den Themen ‚Signal Transduction and Lymphocyte Activation' (unter Vorsitz von Stefan Rose-John und Burkhart Schraven) sowie Chemokines and Cytokines (unter Leitung von Michael Martin und Frank Entschladen sowie Matthias Grell und Karlheinz Friedrich) statt. Die Workshops wurden jeweils von Übersichtvorträgen eingeleitet. Burkhart Schraven aus Heidelberg referierte in seiner Präsentation im Workshop Signal Transduction and Lymphocyte Activation über 'Integration of antigen receptor-mediated signaling events in lymphocytes by transmembrane adaptor proteins'. Dabei stellte er nicht nur einige der in seiner Arbeitsgruppe kürzlich identifizierten Elemente dieser transmembranen Adapterproteine vor, sondern wies auch darauf hin, daß wir gerade erst anfangen, die komplexen Zusammenhänge der transmembranen Signaltransduktion zu erfassen und noch relativ weit von einem Verständnis dieser Vorgänge entfernt sind. Die Kurzbeiträge im anschließenden Workshop deckten mit den Aspekten Oberfächenrezeptoren, Tyrosin Kinasen und Phosphatasen, Adapterproteine sowie Transkriptionsfaktoren und Gen-Expression thematisch die gesamte Signaltransduktion von der Zellmembran zum Zellkern ab. Im Workshop Cytokines and Chemokines gab Frank Entschladen aus Witten mit seinem Vortrag ‚Regulation of matrix- and chemokine-induced migration of T lymphocytes and neutrophils' einen Überblick über die unterschiedliche Regulation der Zytokin - und Chemokin-regulierten Migration verschiedener Zellpopulationen. Im ersten Teil des folgenden Workshops zeigte Reinhold Förster wie Chemokin-Rezeptoren das ‚Homing' von Lymphozyten und Dendritischen Zellen zu den sekundären lymphatischen Organen regulieren. Weiter Kurzbeiträge befaßten sich mit den Schwerpunkten: Regulation im Zytokin-Netzwerk sowie Zytokin-Signale von der Membran zum Zellkern. Am Samstag fand schließlich vor einer nach dem hervorragenden Gesellschaftsabend doch erstaunlich motivierten Zuhörerschaft das gemeinsame Minisymposium der Arbeitskreise statt. Michael Martin aus Hannover (‚News from the IL-1 receptor family') berichtete zunächst über den aktuellen Stand der Forschung auf diesem Gebiet, wobei er sich nicht auf die unterschiedlichen Rezeptoren der Familie beschränkte, sondern auch die nachgeschaltete Signalkaskaden von den individuellen Rezeptoren über spezifische oder gemeinsame Mediatoren zu Transkriptionsfaktoren vorstellte. Anschließend gab Matthias Grell aus Stuttgart (,Translating affinity into responses - Kinetic proofreading in the TNF receptor system') einige Hinweise auf Faktoren, die bei der Initiation von Signalkaskaden über Rezeptoren berücksichtigt werden sollten. Insbesondere wies er darauf hin, daß in Hinblick auf die Signalqualität entscheidendend ist, ob Liganden für die untersuchten Rezeptoren membranständig oder löslich wirksam sind. So wird zum Beispiel im Falle der TNF-Rezeptoren die Stärke der Signale über die Stabilität der Rezeptor/Ligand-Bindungen definiert. Nach vier Kurzpräsentationen umriß Karlheinz Friedrich aus Würzburg ('The JAK/STAT signaling pathway in cell differentiation and proliferation') unter anderem am Beispiel der IL-4-initiierten Signaltransduktion die Rolle der Janus Kinasen und der "signal transducers and activators of transcription" (STAT) im Rahmen der Zytokine-abhängigen Differenzierung. Der abschließende Vortrag von Stefan Rose-John aus Mainz (‚Cytokine Responses via membrane bound and soluble Receptors in Neurology, Hematology and Hepatology') gab einen umfassenden Überblick über die Untersuchungen zur IL-6/IL-6-Rezeptor-Familie und zur Rolle der Zytokine und Rezeptoren in verschiedensten Systemen. Außerdem diskutierte er die therapeutischen Möglichkeiten der von seiner Gruppe entwickelten, als ‚Hyper-IL-6' bezeichneten IL-6/sIL-6R Konstrukte. Insgesamt glauben wir mit dieser ersten gemeinsamen Verantaltung der beiden Arbeitskreise einen Weg eingeschlagen zu haben, der den AK ein Forum gibt, sich im Rahmen der Gesellschaft für die Mitglieder der Gesellschaft zu präsentieren. Außerdem könnten diese Joint Meetings eine wesentliche Bereicherung der eigentlich schon auf der Streichliste stehenden Frühjahrstagung darstellen, insbesondere wenn Vorstand und Beirat eine finanzielle Unterstützung zur Einladung einiger Referenten in Aussicht stellt.
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| Last modified: 27.10.1999 | |||||||||||||||||||||||||